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Veröffentlicht am: 12.08.03

Mammut erlegen und lecker zubereiten

Midlum (Samtgemeinde Land Wursten). „Die Neandertaler erobern die Insel“ lautete das Motto des 31. Jugendzeltlagers des TSV Midlum auf der Insel Neuwerk. Eine wunderschöne Woche mit Sonne pur lag vor den 62 Kindern und ihren Betreuern, als die „Invasion“ per Schiff begann.

Wie ein roter Faden zog sich das vorgeschichtliche Thema durch die gesamte Freizeit. Um gut vorbereitet zu sein, hatte das Betreuerteam eigens einen Wochenendkursus im „Natureum“ in Balje belegt. Dort gab es viel Hintergrundwissen ĂŒber die Vorzeit als Grundstein fĂŒr das Zeltlager.

„Das Ergebnis war wirklich toll,“ schwĂ€rmte Lagerleiter Manfred Hinners. „Die gesamte Bandbreite wurde in mehreren Stationen dargestellt, die die Kinder gruppenweise durchliefen.“

Dazu gehörten beispielsweise Erlegen eines Mammuts mit Pfeil und Bogen, Zubereitung des erlegten Wildes ĂŒber offenem Feuer und auf Steinplatten, Verarbeitung der Teile, die nicht zum Verzehr geeignet waren und anderes mehr.

„Das Interesse der Kinder war groß, alle waren mit Feuereifer bei der Sache, niemand musste groß angehalten werden. Mit einem solchen Ergebnis, vor allem in der heutigen hoch technisierten Zeit, haben wir kaum gerechnet“, freute sich Hinners.

Dass jede Menge Fragen gestellt wurden, sei denn auch nicht ungewöhnlich gewesen. Dank ihres Wissensstandes hÀtten die Betreuer aber auf alles eine Antwort gewusst. Ob sich die Fortbildung des Teams gelohnt hat, wollten auch Vorstandsmitglieder des TSV wissen. Sie kamen mit dem Vorsitzenden Mangels auf die Insel und verbrachten einen Tag im Zeltlager.

Schwimmen bringt Zeitnot

Da das Wetter es diesmal gut meinte mit den Midlumern, konnten alle Programmpunkte problemlos durchgezogen werden, freute sich Hinners. Manchmal sei man zeitlich aber in BedrĂ€ngnis geraten – immer dann, wenn zusĂ€tzlich schwimmen eingeschoben wurde.

Die diesmal als Rallye ausgeschriebene Nachtwanderung habe großen Anklang gefunden. Alle haben sich daran beteiligt und die Aufgaben mit großem Geschick gelöst.

Die An- und Abreise zur Insel sei auch in diesem Jahr wieder dank großzĂŒgiger Spenden der Gönner und Sponsoren mit dem Schiff möglich gewesen.

Beim 32. Jugendzeltlager im kommenden Jahr fĂŒhrt der Weg zur Insel jedoch wieder zu Fuß durchs Watt, kĂŒndigte Hinners an.

Was vom Betreuerteam nach der RĂŒckkehr besonders positiv bewertet wurde, war die reibungslose GepĂ€ckausgabe, zu der sehr viele Kinder ihre Eltern mitgebracht hatten. Außerdem hĂ€tten sich noch nie so viele Kinder bei ihren Betreuerinnen und Betreuern fĂŒr die schöne und erlebnisreiche Woche bedankt, lobte der Lagerleiter ganz gerĂŒhrt. Sb


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