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Veröffentlicht am: 08.03.17

Fairtrade-Rosen fĂŒr

Frauenrechte

Steuerungsgruppe Brake verteilt zum Weltfrauentag Blumen im Hospital

Brake. Seit Dezember 2015 trĂ€gt Brake den Titel „Fairtrade-Town“. Die Steuerungsgruppe aus Brake wird daher zum Weltfrauentag am kommenden Mittwoch, 8. MĂ€rz, ab 14 Uhr faire Rosen verschenken – und zwar an Patienten und Besucher des St.-Bernhard-Hospitals an der Claußenstraße.

Mit der Aktion setzen sie nicht nur ein Zeichen fĂŒr Frauenrechte hierzulande, sondern auch fĂŒr bessere Arbeits- und Lebensbedingungen fĂŒr Frauen auf Blumenfarmen in Ostafrika und Lateinamerika. „Brake beteiligt sich so an der bundesweiten Aktion von TransFair“, lĂ€sst Svea Hanssen von der Steuerungsgruppe wissen. Der gemeinnĂŒtzige Verein ruft im Rahmen des Weltfrauentags dazu auf, mit fairen Rosen „Flower Power“ zu verschenken und auf das Thema Frauenrechte aufmerksam zu machen.

Mindestlöhne vorgeschrieben

Denn: Fairtrade stĂ€rkt Frauenrechte auf Blumenfarmen in Ostafrika und Lateinamerika. Die Fairtrade-Standards schreiben Mindestlöhne, feste ArbeitsvertrĂ€ge, Mutterschutz und einheitliche Bezahlung von Frauen und MĂ€nnern bei gleicher TĂ€tigkeit vor. Die Fairtrade-PrĂ€mie, die BlumenaufkĂ€ufer fĂŒr Fairtrade-Ware zahlen, geht direkt an das PrĂ€mienkomitee, bestehend aus gewĂ€hlten Arbeitnehmerinnenvertretern. Die Gelder fließen in Gemeinschaftsprojekte fĂŒr die BeschĂ€ftigten und die umliegenden Gemeinden.

Der Verein TransFair fĂŒhrt ein Beispiel an: Esther Wanza ist Blumenarbeiterin bei der Fairtrade-Farm Penta Flowers in Kenia. Die 41-jĂ€hrige Mutter von zwei Söhnen berichtet, dass mithilfe der PrĂ€mie in ihrer Gemeinde ein Krankenhaus gebaut wurde. Auch in Bildung wurde investiert. Sie selbst nimmt an einem Computerkurs teil, finanziert durch PrĂ€miengelder.

Die Rose ist die mit Abstand beliebteste Schnittblume in Deutschland. Um die Nachfrage zu decken, wird ein Großteil der Rosen aus LĂ€ndern wie Kenia, Äthiopien, Tansania oder Ecuador importiert. Seit 2005 gibt es das Fairtrade-Siegel fĂŒr Blumen, um sich fĂŒr bessere Arbeitsbedingungen in der Blumenproduktion einzusetzen. Inzwischen ist jede vierte Rose in Deutschland fair gehandelt. Das Zertifizierungsunternehmen Flocert kontrolliert regelmĂ€ĂŸig die Einhaltung der Standards.

Rosen aus fairem Anbau: Mitglieder der Steuerungsgruppe werden sie am kommenden Mittwoch im Braker Hospital verteilen. Seidel


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