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Veröffentlicht am: 21.03.17

Armband mit Name und Code

St.-Bernhard-Hospital führt Patienten-Identifikationsarmbänder ein – Für noch mehr Sicherheit

Von Gabriele Gohritz

Brake. Patienten, die im St.-Bernhard-Hospital aufgenommen werden, bekommen nun einen weißen Streifen um das Handgelenk: das Patienten-Identifikationsarmband. Damit baut die Klinik ihr Qualitätsmanagement aus und optimiert die Sicherheit für die Patienten. Seit gestrigen Montag ist das Armband Standard im Hospital.

Damit kommt das Krankenhaus einer Empfehlung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit in Deutschland nach. Das hat sich zum Ziel gesetzt, Lösungen für Probleme in der Sicherheit der Patientenversorgung zu erarbeiten, erfahren die Patienten in einem Faltblatt, das ihnen mitgegeben wird. „Das Bündnis will die Behandlung in Krankenhäuser sicherer machen. Dazu gehören diese Armbänder. Sie können die Identifikation der Patienten im Behandlungsablauf gewährleisten“, sagt Helmut Dietz, Qualitätsmanager des Hospitals. Dafür hat das Haus in Drucker – Aufnahme, Innere, Intensivstation – und Armbänder investiert: „Für die Sicherheit der Patienten und um Verwechslungen zu vermeiden“, wie Helmut Dietz sagt.

Besprechung und Checkliste

DafĂĽr gibt es schon eine Reihe von Vorgaben: So eine Operations-Checkliste, die gegengezeichnet werden muss, die Besprechung am Tag vor dem Eingriff und direkt vor der Operation.

Zusätzlich gibt es nun noch das Armband. Das enthält einige Informationen: Name und Vorname, Geburtsdatum sowie Fall- beziehungsweise Patientennummer in Klarschrift oder als Barcode. „Krankenkassen-Daten enthält es nicht“, betont Helmut Dietz.

Mit dem Armband optimiert das Hospital seine Sicherheit für Patienten. „Wir haben häufig Patienten, die sediert sind und keine Angaben zur Person mehr machen können,“ sagt Helmut Dietz. Auch bei dementen Patienten ist es schwierig – auch wenn die Patientenakte mitgegeben wird.

Daher werden nun die Armbänder ausgestellt: in der Aufnahme des Hospitals und auch im Rettungswagen. Sie helfen, das Risiko von Verwechslungen und deren Folgen auszuschließen: so bei Operationen, Gabe von Medikamente, Bluttransfusion, Verlegung auf eine andere Station, Betreuung. Der Qualitätsmanager nennt einen weiteren Vorteil: Untersuchungsergebnisse können direkt dem Patienten zugeordnet werden. „Blutzuckermessungen zum Beispiel werden eingelesen und laufen zum Patienten.“

Die Armbänder sind hautverträglich. „Sie enthalten kein Latex, keine Weichmacher, keine Schwermetalle, keine Farbstoffe“, sagt Helmut Dietz. So sollen allergische Reaktionen vermieden werden. „Die Firma aus der Nähe von Hamburg hat die Bänder als Medizinprodukt deklarieren lassen“, sagt der Qualitätsmanager. Das Kunststoff-Verbundmaterial, aus dem die Bänder bestehen, ist resistent gegen Wasser, Seife und übliche Desinfektionsmittel. Der Aufdruck ebenfalls.

Steigende Patientenzahl

In anderen Krankenhäuser gibt es diese Bänder bereits. Da im Braker Haus die Patientenzahlen deutlich steigen, wurden nun hier diese Patienten-Identifikationarmbänder eingeführt: „Wegen der steigenden Belegungszahl ist es uns wichtig, eine zusätzliche Sicherheit einzubauen“, betont Helmut Dietz.

Mit dem Armband werden alle Patienten ausgestattet. Wer es nicht will, muss eine Ablehnungsbescheinigung unterschreiben.

Das Gerät (vorne) hat das Patienten-Identifikationsarmband ausgedruckt. Für das Foto legt Sabine Thom (rechts), die in der Aufnahme arbeitet, Maxi Krahl vom Marketing das Armband an. Fotos Gohritz


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