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Veröffentlicht am: 29.01.18

Hilfe fĂŒr schwerstkranke Menschen

Palliativstation des St.-Bernhard-Hospitals soll im Mai die ersten Patienten aufnehmen – Dank an die Sponsoren

Von Brigitte Rademann

Brake. Die Bauarbeiten fĂŒr die Einrichtung einer Palliativstation im St.-Bernhard-Hospital sind so weit vorangeschritten, dass der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Krankenhauses Ingo Penner damit rechnet, dass die interdisziplinĂ€re Station im Mai erste Patienten aufnehmen kann. 350000 Euro werden in die neue Station investiert.

Nun kamen zunĂ€chst die Sponsoren und Förderer der Einrichtung in den RĂ€umlichkeiten zusammen, um die im ersten Stock gelegene Station in Augenschein zu nehmen. Ein Ein-Bett-Zimmer und zwei Zwei-Bett-Zimmer stehen fĂŒr schwer erkrankte Menschen zur VerfĂŒgung. Sie werden dort von den speziell ausgebildeten FachkrĂ€ften ganzheitlich versorgt. Die Leitung der Palliativstation wird Christine Wilhelm ĂŒbernehmen.

Station schließt LĂŒcke

Ziel der neuen Station sei es, betonte der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Reiner Gollenstede, fĂŒr Patienten mit weit vorangeschrittenen Erkrankungen und begrenzter Lebenserwartung eine LĂŒcke in der palliativen Versorgung im Landkreis Wesermarsch zu schließen. Seit 2006 begleite der Förderverein die Aus- und Umbauarbeiten im St.-Bernhard-Hospital: „In guten wie in schlechten Tagen“, betonte Reiner Gollenstede. Mit GrĂŒndungsmitglied Walter Erfmann habe sich der Förderverein „mit breitem Kreuz“ vor das Braker Krankenhaus gestellt, als die Standortfrage diskutiert wurde.

Nun habe es sich gezeigt, dass die Einrichtung fĂŒr die Stadt Brake und fĂŒr die Region unverzichtbar sei. Die Einrichtung der Palliativstation sei eine weitere BestĂ€tigung dafĂŒr. Durch die christliche Ausrichtung herrsche hier ein positiver Geist, sagte Reiner Gollenstede. „Die RĂ€ume sind fĂŒr ein wĂŒrdiges Leben und WohlfĂŒhlen auch in schwerer Krankheit geschaffen worden.“

Die Zimmer werden wohnlich gestaltet, haben eine gemĂŒtliche Sitzecke mit eigener KĂŒche. Auf einer großen Dachterrasse sollen bettlĂ€gerige Patienten spĂ€ter die Sonne genießen können. Es sei das Ziel der Ă€rztlichen Betreuung, dass Patienten in ihr hĂ€usliches Umfeld wieder entlassen werden, die Palliativstation verstehe sich nicht als Hospiz, betonte Reiner Gollenstede.

Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des St.-Bernhard-Hospitals Ingo Penner bedankte sich bei den Mitgliedern des Fördervereins und den Sponsoren. Sie hĂ€tten mit ihrem engagierten Einsatz die Errichtung dieser Station erst möglich gemacht. So veranstaltete der Lionsclub im August 2016 beim Binnenhafenfest ein Entenrennen, das einen Erlös von 16000 einbrachte: „Das ist ein Paradebeispiel einer großartigen BĂŒrgeraktion“, sagte Walter Erfmann.

Weitere Investitionen

Ingo Penner erlĂ€uterte, dass die Modernisierung des Krankenhauses weiter voranschreiten werde. Es seien Investitionen von insgesamt 5 Millionen Euro geplant. Nach Worten der kĂŒnftigen Stationsleiterin der Palliativstation, Christine Wilhelm, ist die Behandlung der Patienten eingebettet in das Palliativnetzwerk Wesermarsch, durch das sowohl die schwer erkrankten Menschen als auch deren Angehörigen in der hĂ€uslichen Versorgung angemessen Hilfe bekĂ€men.

Walter Erfmann, MitbegrĂŒnder des Fördervereins des St.-Bernhard-Hospitals, die zukĂŒnftige Leiterin der Palliativstation, Christine Wilhelm, Klinik-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Ingo Penner und der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Rainer Gollenstede (von links) freuen sich ĂŒber die Einrichtung der Palliativstation. Rademann


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