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Veröffentlicht am: 30.01.19

Helle Zimmer und Empfangsbereich

13 Zimmer umfasst die Station 3. Auch wenn es nach wie vor Dreibett-Zimmer gibt: Die Anzahl der Ein- und Zweibett-Zimmer wurde erhöht. „Der Trend geht dahin“, sagt Klinik-Geschäftsführer Ingo Penner. Immer mehr Patienten fragen nach Einzelzimmern. Die stünden übrigens nicht nur Privatpatienten zur Verfügung: Wer als Kassenpatient zuzahlen möchte, bekomme ein Zimmer, so Ingo Penner.

Ob Boden, Decke, Wände, Gardinen, Beleuchtung: Die Zimmer sind grundrenoviert. Und haben jetzt endlich ein eigenes integriertes Badezimmer. Bislang mussten Patienten das Zimmer verlassen, um dorthin zu kommen. Zwei Zimmer teilten sich ein Badezimmer. Die neuen behindertenfreundlichen Badezimmer haben ein bisschen Hotel-Ambiente. „Wohlfühlen ist vielen wichtig“, weiß auch der Architekt Ulrich Bolte.

Dezentes Design
Und daher sind auch die Zimmer in einem dezenten Design gehalten, haben nur an einer Wand einen unterschiedlichen Farbakzent: in Grün, Hellblau, Bordeaux, Petrol und Lila. „Durch die Patienten und das, was sie mitbringen, kommt Leben rein in die Zimmer“, so der Architekt. Jedes Zimmer verfügt über einen Tresor. Und nicht nur die Einzelzimmer haben einen kleinen Kühlschrank: Ein solcher kann bei Zuzahlung in jedes Zimmer eingefügt werden.

Auch für die Belegschaft wurde umgebaut. Es gibt einen freundlichen und offenen Tresenbereich. Dazu kommen eine kleine Küche mit Sitzgelegenheiten und ein neu ausgestatteter Raum für Medikamente und Arbeitsvorbereitung. Der Clou: Die Unterschränke für Müll können per Fußpedal geöffnet werden. Das hatten sich die Mitarbeiter gewünscht. „Eine Firma hat sie für uns gebaut“, erzählt Ingo Penner.

Nicht nur er, sondern auch Dr. Lars Heide, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, ist mit der rundum erneuerten Staton zufrieden. Die Mühe mit dem Umbau habe sich gelohnt und auch die Einschränkungen, die damit verbunden waren, sagt Lars Heide.

Immerhin 15 Monate sind auf der 600 Quadratmeter großen Station 3 und zuvor auf der gleich großen Station 1 gebaut worden. In vier Bauabschnitten, zimmerweise. „Und das alles bei laufendem Betrieb, Wahnsinn“, sagt Ingo Penner. Die Arbeiten bekamen auch die Patienten – besonders 2018 auch noch die Grippewelle mit vielen Aufnahmen rollte – zu spüren, aber nur wenige hätten sich beschwert. „Die meisten haben sich gefreut, dass endlich umgebaut und alles neu gemacht wird“, sagt der Ärztliche Direktor Dr. Jan Henrik Herrfurth.

Trotz des Umbaus habe die Klinik ihre Leistung ausbauen können. Die Fallzahlen im Jahr 2018 stiegen um 8 Prozent, berichtet Ingo Penner.

FĂĽr ihn ein Grund, dass das Hospital neben einem vierten Operationssaal kĂĽnftig auch mehr Betten braucht. Dazu will er einen Antrag beim Sozialministerium stellen.

103 Betten hat das Hospital derzeit, im ersten Schritt möchte man 110 Planbetten bekommen, so der Geschäftsführer. Die Klinik hat einen Krankenhausplaner beauftragt, das gesamte Haus samt dem nebenliegenden Gebäude der alten Schule, das das Hospital gekauft hat, nach Platz zu durchleuchten.

Als Nächstes soll aber die zentrale Notaufnahme im Erdgeschoss entstehen. Die wird 1 Million Euro kosten. Ingo Penner setzt auf eine Förderung vom Land Niedersachsen, denn zentrale Notaufnahmen werden seit Jahresbeginn gefördert. Er hofft, im ersten Halbjahr eine positive Antwort aus Hannover zu bekommen. Immerhin nähmen die Patienten das Haus an.

Bis 2021 fertig
Als nächste Schritte soll dann die grundlegende Sanierung der Station 2 (Innere) und 4 (Viszeralchirurgie) erfolgen. „Wir hoffen, dass wir 2021 mit allem fertig sind“, sagt Ingo Penner.


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