Abo Anzeigen Service Über uns


Veröffentlicht am: 15.03.19

Krankenhausbetten f├╝r Klaipeda

Jetzt r├╝ckten einige freiwillige Helfer der Auslandshilfe der Johanniter Unfallhilfe (JUH) in Brake an, um neben 20 gut erhaltenen Betten mitsamt der dazugeh├Ârigen Matratzen auch noch 20 Nachtschr├Ąnke auf einen Lastwagen zu verladen. Anschlie├čend wurden sie in ein Lager nach Stollhamm gebracht.

Maxi Krahl von der Marketingabteilung des St.-Bernhard-Hospitals erl├Ąuterte bei der ├ťbergabe, dass die Braker Einrichtung derzeit dabei sei, in gr├Â├čerem Umfang das Haus zu modernisieren. ÔÇ×Und da w├Ąre es einfach unangebracht, wenn wir die Betten verschrotten w├╝rdenÔÇť, sagt sie.

Deshalb war sie sehr froh, als sie vom Aufruf der Johanniter h├Ârte. Schnell wurde sie sich mit Max-Peter Michel von der Auslandshilfe einig und konnte jetzt ein Team der freiwilligen Helfer in Brake begr├╝├čen.

Bei der Gelegenheit zeigte sich der Leiter der Auslandshilfe, der Nordenhamer Rolf Krause, sehr dankbar ├╝ber die Spende des Braker Krankenhauses. ÔÇ×Wir fahren seit mehr als 20 Jahren regelm├Ą├čig nach Litauen und Lettland und wissen nat├╝rlich, dass in diesen L├Ąndern viele Dinge gebraucht werden, die bei uns nicht mehr erforderlich sindÔÇť, sagt er.

Speziell Artikel aus dem Gesundheitsbereich werden aus den osteurop├Ąischen L├Ąndern immer wieder nachgefragt. Und weil Rolf Krause mit einem gro├čen Netzwerk in Litauen und Lettland verbunden ist, erreichen ihn immer wieder Nachfragen nach Hilfsg├╝tern. Ein solcher Wunsch nach Krankenhausbetten war k├╝rzlich aus der Hafenstadt Klaipeda an der Ostsee ├╝bermittelt worden.

In diesem Jahr plant die Auslandshilfe zwei Einsatzfahrten. Die erste vom 4. bis 12. Mai und die zweite Anfang August. Zun├Ąchst wird die Region Roskiskis an der lettischen Grenze angesteuert und sp├Ąter die Gegend um Klaipeda. Entfernung: jeweils um die 1500 Kilometer. Insgesamt werden bei diesen beiden Hilfstransporten um die 80 Tonnen Hilfsg├╝ter bewegt.

Deshalb ist Rolf Krause froh, dass die Spendenbereitschaft in der Wesermarsch sehr hoch ist. Gerade vor einigen Tagen war er wieder vom sozialen Kaufhaus in Brake eingeladen, wo er Bekleidung und Hilfsmittel f├╝r Menschen mit Beeintr├Ąchtigungen in Empfang nehmen durfte.

Auch nach Rodenkirchen wurde die Auslandshilfe gebeten, wo sich der F├Ârderverein der Grundschule gemeldet hatte. Bei einem Basar waren dort rund 60 Kartons mit Kinderkleidung ├╝brig geblieben, die von Rolf Krause und seinen Helfern gerne angenommen und verladen wurden.

Vor allem Kinderkleidung sowie Spielzeug und andere Materialien f├╝r Kinder und Jugendliche stehen ganz oben auf der Wunschliste der Johanniter. Inzwischen ist das Lager in der ehemaligen Schule in Stollhamm allerdings weitgehend gef├╝llt.

Dennoch geht das Sammeln von Spenden immer weiter. ÔÇ×An Platz wird es uns nicht mangelnÔÇť, sagt Rolf Krause und verweist darauf, dass der erste Hilfstransport dieses Jahres ja schon in einigen Wochen stattfinden wird und dann wieder Platz frei wird.


Artikel drucken    |    Zurück