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Veröffentlicht am: 20.06.20

Kardiologie-Team im Hospital ist komplett

Von Gabriele Gohritz
Brake. Das Team der Kardiologie im St.-Bernhard-Hospital ist personell komplett. Als leitender Oberarzt ist Dr. Mohamed Elbaz dazugestoßen. Chefarzt Dr. Andreas Reents freut sich, die letzte Lücke geschlossen zu haben. Auch beim pflegerischen Personal. Fünf Oberärzte und sieben medizinische Fachangestellte sind in der Kardiologie tätig.

Andreas Reents kennt Mohamed Elbaz schon länger. Und der sagte, als ihm die Stelle in Brake angeboten wurde, zu. Die familiären Wurzen des 41-Jährigen liegen in Palästina. Medizin hat er in Wien studiert. Seine Frau und seine Kinder leben derzeit in Meppen, die Familie will aber nach Brake umziehen. Zuletzt hat Mohamed Elbaz seit 2017 bis Mai dieses Jahres als leitender Oberarzt in der Kardiologie der Helios-Klinik Cuxhaven gearbeitet.

Nun komplettiert er das Team, zu dem neben dem Chefarzt der ehemalige Chef Jörn Glock, Georgios Sinos, Dr. Waheeb Ghazzawi und der Intensivmediziner Jörg Rehlinghaus gehören. Seit Anfang des Monats ist auch das pflegerische Personal im Herzkatheter-Labor vollständig. Damit kann ein Ziel, dass sich Chefarzt Reents bei seinem Antritt im November vergangenen Jahres gesetzt hat, umgesetzt werden: eine 24-Stunden-Bereitschaft für das Herzkatheter-Labor. Gut 1,5 Millionen Euro investierte das Hospital in Labor samt Ausstattung.

Allerdings wird es noch etwas dauern, bis die 24-Stunden-Bereitschaft tatsächlich steht. So hatte die Corona-Krise die kardiologische Abteilung in ihren Plänen zurückgeworfen. Nur Notfälle wurden behandelt. Nun soll es an die Umsetzung gehen. Auch wenn es erfahrene Kardiologen und geschulte Mitarbeiter sind: „Es braucht Erfahrung“, sagt der Chefarzt. „Wir wollen vermeiden, dass der nächtliche Herzkatheter zu einem Abenteuer wird. Das braucht eine längere Einarbeitungsphase.“ Dienst haben, so ist es geplant, immer ein Oberarzt und eine Pflegekraft.

Es dauert noch
Es werde noch ein paar Monate dauern, bis sich alles eingespielt habe und alle ein sicheres Gefühl hätten. Andreas Reents: „Wir müssen unsere Mitarbeiter mitnehmen.“ Aber man habe nun in Brake Arbeitsbedingungen geschaffen, „dass sich keiner abarbeitet“, und in der Wesermarsch eine Struktur, die einen langfristig betriebenen Dienst ermögliche.

Angeboten werden die interventionelle Kardiologie und die invasive Elektrophysiologie sowie die Device-Therapie, das Einsetzen von Herzrhythmus-Implantaten. Das sind die drei Pfeiler der Kardiologie am Standort Brake. Dabei haben die Oberärzte auch ihre Spezialgebiete, so Waheeb Ghazzawi und Georgios Sinos die Herzkatheter-Untersuchung und die Behandlung von Engstellen. Dabei sollen sie auch neue Impulse setzen, Mohamed Elbaz bei den Herzkatheter-Behandlungen bei Herzrhythmus-Störungen.

Viele Implantationen
Erstaunt ist Andreas Reents über den hohen Anteil an Herzrhythmus-Implantationen: „Das hätte ich bei einem so kleinen Haus nicht gedacht.“ Jörn Glock hat sich auf den Bereich Herzschrittmacher spezialisiert: „Das hat ziemlich angezogen.“


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